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EIP Projekt

 

Berg-

 

Milchvieh

 
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Innovation

 

Tretmiststall

 

Innovationen vom Berg

Durch die schwierigen Rahmenbedingungen sind Bergbauernbetriebe oftmals gezwungen, bei der Bewältigung von anstehenden Problemen zu unkonventionellen Lösungen zu greifen. So wurde zum Beispiel der Tretmiststall als rasche und einfache Notunterkunft in einer Garage „erfunden“. Heute zählt diese Form der Aufstallung zu den Standardsystemen.

Auch das weit verbreitete, sehr flach ausgeführte Pultdach wurde vor Jahren bei kleineren Jungvieh- und Mutterkuhstallungen zuerst „ausprobiert“ und entwickelte sich dann innerhalb kürzester Zeit zu einer der meistverwendeten Dachausführungen.

Größere Betriebe kommen − bedingt durch ihre Gunstlagen − seltener in die Situation, von erprobten vorgegeben Lösungen abzugehen, und sind aufgrund ihrer Größe vorsichtiger und „Neuem“ gegenüber zurückhaltender. Neue Strategien und Konzepte gehen daher fast nie von großen Betrieben aus. Das ist auch verständlich, bedenkt man den hohen Kapital- und Ressourceneinsatz.

 

Kleinbetriebe als Motor für neue Entwicklungen

Neue Entwicklungen „passieren“ zumeist zuerst im Kleinen. Nicht standardmäßige Baulösungen und Details sowie Abweichungen von der Norm tragen oft entscheidend zu einer Weiterentwicklung bei und wirken bereichernd auf den Stallbau ein. Viele dieser Betriebe werden im Nebenerwerb geführt und bekommen somit auch Einblick in andere Arbeitswelten. Sie sind oft weniger betriebsblind und lassen ungewöhnliche, neue Ideen unbekümmerter in ihre Betriebe einfließen.

Kleinbetriebe sind somit nicht nur für eine flächendeckende Landwirtschaft wichtig, sondern Vorreiter bei Innovationen, die in weiterer Folge − zwar etwas verzögert und bereinigt – auch der Weiterentwicklung größerer Betrieben zugutekommen.

 

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus